Düsseldorf Congress

Nachhaltigkeitsaspekte in der Veranstaltungsplanung

Nachhaltigkeitsaspekte spielen bei der Planung von Veranstaltungen eine zunehmend wichtige Rolle. Dazu gehören ökologische Themen wie Energieeinsatz, Mobilität, Abfallvermeidung und Ressourcennutzung ebenso wie soziale und wirtschaftliche Aspekte.

Düsseldorf Congress unterstützt Veranstaltende dabei, diese Themen frühzeitig in die Planung einzubeziehen und geeignete Maßnahmen für die jeweilige Veranstaltung auszuwählen. Welche Maßnahmen sinnvoll und umsetzbar sind, hängt unter anderem von Veranstaltungsformat, Teilnehmendenzahl, Mobilitätskonzept, Catering, Technik und Logistik ab.

 

Verantwortungsvolle Veranstaltungsplanung

Eine verantwortungsvolle Veranstaltungsplanung berücksichtigt ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte gemeinsam. Ziel ist es, relevante Auswirkungen einer Veranstaltung frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Verringerung vermeidbarer Belastungen zu prüfen und die Umsetzung transparent zu machen.

 

Ökologische Aspekte
  • Abfallvermeidung und Wiederverwendung: Einsatz von Mehrwegprodukten, Recycling-Angeboten und digitalen Materialien, soweit dies für das jeweilige Veranstaltungsformat sinnvoll und umsetzbar ist.
  • Energie und Wasser: Effizienter Einsatz von Energie und Wasser sowie Prüfung geeigneter Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung.
  • Mobilität: Information über Anreisemöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad, Fahrgemeinschaften oder weiteren Mobilitätsangeboten.
  • Beschaffung: Berücksichtigung regionaler, saisonaler, zertifizierter oder wiederverwendbarer Produkte und Dienstleistungen, sofern entsprechende Angebote verfügbar sind.
  • Klimaschutzbeiträge: Zusätzlich zu Maßnahmen zur Verringerung vermeidbarer Emissionen können Veranstaltende Klimaschutzprojekte finanziell unterstützen. Solche Beiträge sollten transparent als ergänzendes Engagement dargestellt und klar von Emissionsreduktionen getrennt werden. Eine Aussage wie „klimaneutral“, „CO₂-neutral“ oder „kompensiert“ sollte daraus nicht abgeleitet werden.
  • Ressourceneinsatz und Wirtschaftlichkeit: Prüfung, wie Ressourcen effizient eingesetzt und Kosten über den gesamten Planungs- und Veranstaltungsprozess hinweg berücksichtigt werden können.
  • Regionale Wertschöpfung: Berücksichtigung regionaler Anbieter und Dienstleister, sofern passende Leistungen verfügbar sind und die Anforderungen der Veranstaltung erfüllen.
  • Faire Zusammenarbeit: Berücksichtigung fairer und verlässlicher Arbeits- und Vertragsbedingungen im Rahmen der eigenen Einflussmöglichkeiten und der eingesetzten Dienstleister.
Ökonomische Aspekte
  • Ressourceneinsatz und Wirtschaftlichkeit: Prüfung, wie Ressourcen effizient eingesetzt und Kosten über den gesamten Planungs- und Veranstaltungsprozess hinweg berücksichtigt werden können.
  • Regionale Wertschöpfung: Berücksichtigung regionaler Anbieter und Dienstleister, sofern passende Leistungen verfügbar sind und die Anforderungen der Veranstaltung erfüllen.
  • Faire Zusammenarbeit: Berücksichtigung fairer und verlässlicher Arbeits- und Vertragsbedingungen im Rahmen der eigenen Einflussmöglichkeiten und der eingesetzten Dienstleister.
Soziale Aspekte
  • Inklusion und Barrierefreiheit: Prüfung barrierearmer Zugänge, technischer Unterstützung und geeigneter Informationsangebote, damit Veranstaltungen für möglichst viele Menschen zugänglich gestaltet werden können.
  • Sicherheit und Wohlbefinden: Berücksichtigung aktueller Sicherheitskonzepte, Notfallpläne, hygienischer Anforderungen und organisatorischer Maßnahmen zum Schutz von Teilnehmenden, Mitarbeitenden und Dienstleistenden.
  • Information und Sensibilisierung: Möglichkeit, Teilnehmende über relevante Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Veranstaltung zu informieren, etwa durch Hinweise vor Ort, digitale Kommunikation, Informationsangebote oder begleitende Formate.

Management und Kommunikation

Für eine glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation sollten die geplanten und umgesetzten Maßnahmen klar beschrieben werden. Dazu gehört, transparent zu machen, welche Bereiche einer Veranstaltung betrachtet wurden, welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, und welche Grenzen bestehen. Düsseldorf Congress unterstützt Veranstaltende dabei, Nachhaltigkeitsaspekte strukturiert zu erfassen und geeignete Maßnahmen in die Planung einzubeziehen. Eine belastbare Kommunikation sollte sich dabei immer auf konkret umgesetzte Maßnahmen und verfügbare Nachweise stützen.

Umsetzung und Zertifizierung

Für Veranstaltende können anerkannte Standards und Leitfäden eine hilfreiche Orientierung bieten, etwa ISO 20121 für nachhaltiges Eventmanagement oder einschlägige Umweltzeichen und Branchenleitfäden. Sie unterstützen dabei, Anforderungen systematisch zu strukturieren, Verantwortlichkeiten festzulegen und Maßnahmen nachvollziehbar zu dokumentieren. Düsseldorf Congress berät Veranstaltende zu geeigneten Maßnahmen und unterstützt bei der strukturierten Planung von Veranstaltungen, bei denen Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden sollen. Ob und in welchem Umfang externe Standards oder Zertifizierungen einbezogen werden, sollte im Einzelfall geprüft werden.

Unsere Checkliste für nachhaltigere Veranstaltungen

Unsere Checkliste unterstützt Veranstaltende dabei, relevante Nachhaltigkeitsaspekte frühzeitig zu berücksichtigen. Sie enthält praktische Prüfpunkte zu Mobilität, Catering, Energie, Logistik und weiteren Bereichen der Veranstaltungsplanung. Einige Maßnahmen werden von Düsseldorf Congress bereits umgesetzt oder können je nach Veranstaltung gemeinsam geprüft werden.

BereichMaßnahmen
Mobilität
    • Wählen Sie nach Möglichkeit einen Veranstaltungsort, der gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist und kurze Wege unterstützt.
    • Berücksichtigen Sie bei der Zeitplanung die An- und Abreisemöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
    • Stellen Sie Teilnehmenden frühzeitig Informationen zu Anreiseoptionen bereit, zum Beispiel Hinweise zu ÖPNV-Verbindungen, Fahrradwegen, Parkmöglichkeiten und Wegbeschreibungen.
    • Prüfen Sie Anreize zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, etwa Kombitickets oder entsprechende Hinweise in der Einladung.
    • Berücksichtigen Sie Fahrradstellplätze, sofern diese am Veranstaltungsort verfügbar sind.
    • Prüfen Sie Stellplatzangebote für unterschiedliche Nutzergruppen, etwa Menschen mit Behinderung, Elektrofahrzeuge oder Carsharing-Angebote.

etc.

Catering
    • Prüfen Sie den Einsatz fair gehandelter oder entsprechend zertifizierter Produkte und kennzeichnen Sie diese transparent.
    • Berücksichtigen Sie regionale und saisonale Lebensmittel, sofern passende Angebote verfügbar sind.
    • Bieten Sie nach Möglichkeit vegetarische, vegane oder weitere Optionen für unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse an.
    • Kennzeichnen Sie Inhaltsstoffe und Allergene transparent und gut auffindbar.
    • Prüfen Sie Konzepte zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen, etwa bedarfsgerechte Mengenplanung, kleinere Portionen mit Nachnahmemöglichkeit oder die Weitergabe übrig gebliebener Speisen, sofern dies hygienisch und rechtlich zulässig ist.
    • Stimmen Sie Portionsgrößen und Ausgabemengen auf Format, Dauer und Teilnehmendenzahl der Veranstaltung ab.

etc.

Energie und Klima
    • Achten Sie auf eine angemessene Beheizung und Kühlung der Veranstaltungsräume unter Berücksichtigung von Komfort, Energieeffizienz und technischen Anforderungen.
    • Prüfen Sie, ob für die Veranstaltung Strom aus erneuerbaren Energiequellen genutzt werden kann. Falls hierzu kommuniziert wird, sollten Herkunft, Zertifizierung, Zeitraum und Geltungsbereich belegbar sein.
    • Verwenden Sie nach Möglichkeit energieeffiziente IT-Geräte, Drucker und weitere technische Ausstattung. Umweltzeichen wie der „Blaue Engel“ können dabei eine Orientierung bieten, sofern die eingesetzten Geräte entsprechend zertifiziert sind.

etc.

Logistik
    • Nutzen Sie nach Möglichkeit wiederverwendbare oder recyclingfähige Transportverpackungen, um Abfälle zu reduzieren.
    • Planen Sie Anfahrtswege, Lieferungen sowie den Bedarf an Material und Waren möglichst effizient.
    • Prüfen Sie, ob Materialien, Ausstattung oder Bauelemente wiederverwendet, gemietet oder ausgeliehen werden können.
    • Berücksichtigen Sie bei Materialien und Ausstattung geeignete Umwelt- und Gesundheitskriterien, soweit entsprechende Nachweise oder Produktinformationen verfügbar sind.
    • Nutzen Sie nach Möglichkeit digitale Einladungen, Anmeldungen und Veranstaltungsunterlagen, um Druckmaterialien zu reduzieren.

etc.

Welche dieser Punkte lassen sich bei Ihrer Veranstaltung umsetzen? Unsere vollständige Checkliste unterstützt Sie dabei, Nachhaltigkeitsaspekte strukturiert in die Planung einzubeziehen – von Mobilität und Catering über Energie bis hin zu Logistik und Kommunikation.

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Nachhaltigkeitsmanagement nach ISO 20121

 

Die ISO 20121 ist ein internationaler Standard für Nachhaltigkeitsmanagementsysteme im Veranstaltungsbereich. Die Norm wurde erstmals 2012 veröffentlicht und liegt inzwischen in einer aktualisierten Fassung vor. Sie bietet Veranstalterinnen und Veranstaltern, Locations und weiteren Akteuren der Eventbranche einen strukturierten Rahmen, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte in die Planung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen einzubeziehen.

Im Mittelpunkt steht nicht die pauschale Bewertung einer Veranstaltung als „nachhaltig“, sondern ein Managementsystem: Relevante Auswirkungen sollen identifiziert, Verantwortlichkeiten festgelegt, Maßnahmen geplant, umgesetzt und überprüft sowie Verbesserungen nachvollziehbar dokumentiert werden. Dazu können unter anderem Ressourceneinsatz, Mobilität, Abfallvermeidung, Lieferketten, Kommunikation und die Einbindung relevanter Stakeholder gehören.

Die Anwendung von ISO 20121 kann Veranstaltende dabei unterstützen, Nachhaltigkeitsaspekte systematisch zu steuern und transparenter zu kommunizieren. Ob und in welchem Umfang eine Veranstaltung oder Organisation die Anforderungen der Norm erfüllt oder zertifiziert ist, muss im Einzelfall geprüft und durch entsprechende Nachweise belegt werden.

 

Nachhaltigkeitsmanagement bei Düsseldorf Congress

Unsere Räumlichkeiten

Dafür stehen wir:

  • Green Globe Zertifizierung des CCD Congress Center Düsseldorf
  • Umsetzung eines Nachhaltigkeits-Kodex im Veranstaltungs- und Betriebsmanagement
  • Unterzeichnung des Net Zero Carbon Events Pledge im Oktober 2021
  • Maßnahmen zur CO₂-Reduktion in definierten Betriebsbereichen
  • Maßnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs in definierten Betriebsbereichen
  • Bezug von 100 % zertifiziertem Ökostrom für den Veranstaltungsbetrieb und ausgewählte Nebenflächen
  • Logistik-LKW-Leitkonzept zur Steuerung von Liefer- und Verkehrsflüssen
  • Partnerschaft im Düsseldorfer Klimapakt
Unsere Räumlichkeiten
Sicherheit, Umwelt- und Klimaschutz sowie Energieeffizienz sind feste Bestandteile unseres Managementansatzes. Deshalb arbeiten wir daran, Ressourcen im Gebäudebetrieb und in der Veranstaltungslogistik bewusster einzusetzen, Verbräuche in definierten Bereichen zu senken und unsere Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Um dem entsprechen zu können, haben wir bereits folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Energieeffizienz im Gebäudebetrieb: Durch Neubauten und Modernisierungen von Messehallen und Heizungsanlagen wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz umgesetzt.
  • Erneuerbare Energien: Düsseldorf Congress nutzt seit 2009 Photovoltaik-Anlagen. Die erzeugte Strommenge wird auf Basis der Anlagendaten intern dokumentiert.
  • CO₂-Reduktion:Durch Maßnahmen in den Bereichen Heizenergie, Photovoltaik, Blockheizkraftwerk und Energiemanagement konnten CO₂-Emissionen in definierten Betriebsbereichen reduziert werden. Die zugrunde liegenden Berechnungen beziehen sich auf festgelegte Vergleichswerte und Systemgrenzen.

  • Elektromobilität: Für Mitarbeitende steht ein Fahrzeugpool mit Elektro- und Hybridfahrzeugen zur Verfügung.
  • Green Globe Zertifizierung: Das CCD Congress Center Düsseldorf wurde in den Jahren 2010, 2012, 2015 sowie jährlich von 2020 bis 2024 mit dem Green-Globe-Zertifikat ausgezeichnet. Angaben zu aktuellem Status, Laufzeit und Geltungsbereich sollten anhand des gültigen Zertifikats geprüft werden.

 

Green Globe Gold Zertifikat - Düsseldorf Congress GmbH

 

Mehr zu Nachhaltigkeit bei Düsseldorf Congress

FAQ:

Düsseldorf Congress stellt eine umfassende Checkliste bereit, die Empfehlungen für die Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen mit Nachhaltigkeitsaspekten enthält. Sie deckt unter anderem folgende Bereiche ab:

  • Mobilität
  • Catering
  • Kommunikation
  • Abfallmanagement
  • Energie und Logistik

Darüber hinaus unterstützt Düsseldorf Congress Veranstaltende bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen und berät dazu, welche Nachhaltigkeitsaspekte für das jeweilige Veranstaltungsformat sinnvoll und umsetzbar sind.

Das CCD Congress Center Düsseldorf wurde mehrfach mit dem Green-Globe-Zertifikat ausgezeichnet – zuletzt mit dem Goldstatus. Die Zertifizierung bewertet unter anderem:

  • ökologische Kriterien
  • soziale Aspekte
  • wirtschaftliches Handeln

Sie ist ein Nachweis für das Nachhaltigkeitsmanagement im zertifizierten Geltungsbereich. Der aktuelle Zertifizierungsstatus, die Laufzeit und der genaue Geltungsbereich ergeben sich aus dem jeweils gültigen Zertifikat.

Mobilität ist ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltungsplanung. Düsseldorf Congress empfiehlt Veranstaltenden, frühzeitig Informationen zu Anreisemöglichkeiten bereitzustellen und – je nach Veranstaltung – geeignete Maßnahmen zu prüfen, zum Beispiel:

  • Hinweise zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
  • Kombitickets für Eintritt und ÖPNV
  • Fahrradstellplätze
  • Stellplätze für Elektrofahrzeuge
  • Carsharing-Angebote

Diese Angebote helfen Teilnehmenden, verschiedene Anreiseoptionen zu vergleichen und bewusst auszuwählen.

Ja. Düsseldorf Congress bezieht für den Veranstaltungsbetrieb im CCD Congress Center Düsseldorf 100 % zertifizierten Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen. Dies gilt auch für Nebenflächen wie Büros, Foyers und Technikzentralen.

Die Aussage bezieht sich ausschließlich auf den Strombezug in diesen Bereichen. Weitere Emissionsquellen einer Veranstaltung, etwa Anreise, Catering, Logistik, Materialeinsatz oder Übernachtungen, sind davon nicht umfasst.