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Tonmeistertagung findet erstmals im CCD Congress Center Düsseldorf statt

Renate Paxa - Tonmeistertagung in Düsseldorf

Interview mit Dipl.-Ök. Renate Paxa
(Bildungswerk des Verbandes Deutscher Tonmeister GmbH)

Alle zwei Jahre trifft sich die Branche zur Tonmeistertagung (TMT), die als internationaler Fachkongress mit begleitender Ausstellung für vier Tage das „Who’s Who“ der professionellen Audioproduktion zusammenbringt. Mit mehr als 5.000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland zählt die Tagung zu den international renommiertesten Veranstaltungen ihrer Art. Jetzt wechselt sie nach Düsseldorf ins CCD Congress Center Düsseldorf.

Düsseldorf Congress sagt „Herzlich willkommen“ und sprach mit Renate Paxa, der Pressesprecherin vom Bildungswerk des Verbandes Deutscher Tonmeister, über die TMT31, die vom 3. bis 6. November erstmals im CCD stattfindet.

Die TMT fand seit 2012 in Köln statt und hat ihren Standort jetzt nach Düsseldorf verlegt. Was hat den Verband dazu bewogen, ins CCD zu wechseln?

Renate Paxa:
In der Vergangenheit hat die TMT ihren Standort schon häufiger gewechselt. In den letzten Jahren waren das zum Beispiel Karlsruhe, Hannover, Leipzig und zuletzt für drei Veranstaltungen Köln. Köln war sicherlich ein großer Erfolg, aber in der Vergangenheit wurde auch immer wieder geprüft, welche Einrichtungen für die besonderen Anforderungen einer Messe mit Ausstellung am Besten geeignet sind.

Die Tonmeistertagung zeichnet sich mit ihrem familiären Charakter seit Jahrzehnten ganz besonders dadurch aus, dass der Kongress-Bereich mit den Fachvorträgen, sowie der Ausstellungsbereich mit den Produkte-Messeständen, eng miteinander verwoben und verzahnt sind. Man sieht sich, man kennt sich, man kommt sehr leicht mit allen Beteiligten in Kontakt.

Das ist genau das, warum das CCD Congress Center Düsseldorf eine nahezu ideale Alternative: Hier ist alles auf einer Ebene, die Tagungs- und Ausstellungsbereiche lassen sich ideal miteinander verknüpfen, der familiäre Charakter ist noch intensiver und die Lage, Anreise und Erreichbarkeit sowie die Aufenthaltsqualität sind sehr gut und ebenfalls ideal.

Das klingt so, als seien Sie mit der TMT gekommen, um zu bleiben?

Renate Paxa:
Durchaus, das CCD in Düsseldorf bietet der TMT für die nächsten Jahre ein geeignetes neues Zuhause, da hier der Kongress- und Ausstellungsbereich fließend ineinander übergehen. Darüber hinaus bietet das CCD ein vielfältiges Raumkonzept mit einem Höchstmaß an Flexibilität und modernster technischer Ausstattung sowie erstklassigen Serviceleistungen.

Die TMT ist bekannt dafür, dass sie als internationales Gipfeltreffen Teilnehmer aus aller Welt erwartet. In diesem Jahr zur TMT31, der 31. Auflage, ist einiges anders. Auch die Tagungs- und Kongresswirtschaft steht noch unter dem Vorzeichen des Re-Starts. Wie wirkt sich dies auf die TMT aus?

Renate Paxa:
Ja, das ist richtig. Dieses Jahr erwarten wir weniger Internationalität als sonst, da es noch immer Reisebeschränkungen gibt, die zu beachten sind. In der Vergangenheit hatten wir Besucher aus dem europäischen Raum und einzelne Besucher(gruppen) aus den USA, Kanada, Australien, China, Japan, Korea, Russland und Afrika. Oft sind diese Personen dann auch Vortragende innerhalb des Kongresses. Dieser Part wird dieses Jahr sicherlich kleiner sein. Erfreulich ist, dass sich aktuell im Ausstellungsbereich 80 Marken der professionellen Audiobranche präsentieren werden. Das ist eine aktuelle Momentaufnahme, denn fast täglich erreichen uns weitere Anfragen. Von daher gilt: Wer kommt, den erwartet eine TMT in Tonmeister-Qualität.

Welche besonderen Themen stehen aktuell im Vordergrund?

Renate Paxa:
Unser Dauerthema „Immersive Audio“, also sozusagen 3D-Audio, erweitert den Blick von der Aufnahme und Wiedergabe, also Mikrofon-Arrays, Mehrkanalsystemen, Binaural und Headtracking, hin zu Anwendungen wie MPEG-H-Streaming und Game Sound. Beschallung und System-Design für Konzert und Installation ist dabei, genau wie Aufnahmetechnik, Theater- und Film-Ton, „Soundscapes“ und Sound-Design.

Das Online-Event des VDT im Herbst letzten Jahres hatte beispielsweise einen starken Fokus auf dem Thema „Audio-Netzwerken“.

Wird es regionale Projekte – beispielsweise mit dem WDR-Landesstudio Düsseldorf – geben?

Renate Paxa:
Ja, wie auch in der Vergangenheit haben wir Exkursionen zu Institutionen und Firmen in erreichbarer Umgebung des Veranstaltungsortes geplant. Allerdings werden wir aufgrund der Corona-Einschränkungen in diesem Jahr keine Busfahrten zu weiter entfernten Unternehmen organisieren können.

Somit bieten sich für die Exkursionen in Düsseldorf zum Beispiel die Robert Schuman Hochschule sowie die Technische Hochschule Düsseldorf an, denn diese beiden Hochschulen bieten seit langer Zeit in Kooperation einen kombinierten Studiengang Ton- und Bildtechnik, den in der Vergangenheit viele VDT-Mitglieder absolviert haben.

Mike Seidensticker
Mike Seidensticker
29. September 2021